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Theaterpädagogischer Workshop · Extranos.Bizarr · theater24.net
„Der Boden, der fliegt" ist ein theaterpädagogischer Workshop, der Reggae und Goa Trance als zwei energetische Pole erfahrbar macht: Erdung und Ekstase, Kreis und Spirale, Sinken und Ziehen. Die Teilnehmenden bewegen sich durch fünf Stationen und erforschen die windschiefe Ebene als ästhetischen, körperlichen und gedanklichen Möglichkeitsraum.
Ausgangsbild: Topf und Deckel auf der windschiefen Ebene des Dancefloors. Zwei Dinge, die zueinander gehören – aber die Fläche unter ihnen stimmt nicht. Sie rutschen. Sie finden sich trotzdem.
Die windschiefe Ebene bildet das ästhetisch-philosophische Zentrum des Workshops. Sie ist kein stabiler Ort, sondern ein Zustand der Nicht-Verortbarkeit, der neue Denk-, Körper- und Bedeutungsräume öffnet. Indem sie klare Koordinaten verweigert, zwingt sie die Teilnehmenden, ihre Orientierung, ihr Gleichgewicht und ihre Wahrnehmung immer wieder neu auszuhandeln.
Diese Instabilität ist kein Mangel, sondern ein Generator: Sie macht sichtbar, dass Stabilität eine Konstruktion ist und dass künstlerische Prozesse dort beginnen, wo Gewohnheiten ins Rutschen geraten.
In theaterpädagogischer Perspektive wird die windschiefe Ebene zu einem Lernraum ohne Zentrum. Teilnehmende finden ihren eigenen Schwerpunkt, nutzen Unsicherheit produktiv und entdecken Bedeutungen im Balancieren – nicht im Festhalten.
Körperarbeit & Bewegungsimprovisation · Ikonografisches Arbeiten · Objekttheater & Raumdramaturgie · Szenische Miniaturen · Philosophisch-performative Gesprächsformen · Rituelle Rahmung & Installation
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