Der Boden, der fliegt – Ein kreativpädagogischer Parcours zu Reggae & Goa Trance
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Theaterpädagogischer Workshop · Extranos.Bizarr · theater24.net
Erdung und Ekstase
„Der Boden, der fliegt" ist ein theaterpädagogischer Workshop, der Reggae und Goa Trance als zwei energetische Pole erfahrbar macht: Erdung und Ekstase, Kreis und Spirale, Sinken und Ziehen. Die Teilnehmenden bewegen sich durch fünf Stationen und erforschen die windschiefe Ebene als ästhetischen, körperlichen und gedanklichen Möglichkeitsraum.
Ausgangsbild: Topf und Deckel auf der windschiefen Ebene des Dancefloors. Zwei Dinge, die zueinander gehören – aber die Fläche unter ihnen stimmt nicht. Sie rutschen. Sie finden sich trotzdem.
Die windschiefe Ebene als
Denk- und Erfahrungsraum
Die windschiefe Ebene bildet das ästhetisch-philosophische Zentrum des Workshops. Sie ist kein stabiler Ort, sondern ein Zustand der Nicht-Verortbarkeit, der neue Denk-, Körper- und Bedeutungsräume öffnet. Indem sie klare Koordinaten verweigert, zwingt sie die Teilnehmenden, ihre Orientierung, ihr Gleichgewicht und ihre Wahrnehmung immer wieder neu auszuhandeln.
Diese Instabilität ist kein Mangel, sondern ein Generator: Sie macht sichtbar, dass Stabilität eine Konstruktion ist und dass künstlerische Prozesse dort beginnen, wo Gewohnheiten ins Rutschen geraten.
In theaterpädagogischer Perspektive wird die windschiefe Ebene zu einem Lernraum ohne Zentrum. Teilnehmende finden ihren eigenen Schwerpunkt, nutzen Unsicherheit produktiv und entdecken Bedeutungen im Balancieren – nicht im Festhalten.
Reggae & Goa Trance
- nach unten, in die Hüfte
- Schwerkraft · Sinken
- warm, erdig, sonnig
- Trance durch Raum & Offbeat
- sozial, politisch
- Gemeinschaft · Widerstand
- der Verwurzelte
- nach vorne, in die Spirale
- Schwerelosigkeit · Steigen
- kühl, kosmisch, Neon
- Trance durch Dichte & BPM
- spirituell, transpersonal
- Individuelle Reise · Auflösung
- der Lichtkörper
Fünf Türen
der Schritt, der zieht
im selben Atemzug
Fachlich · Sozial · Philosophisch
- Erleben und Unterscheiden zweier Bewegungsqualitäten
- Szenen und Bilder aus Instabilität entwickeln
- Ästhetisches Verständnis für Spannung, Rhythmus, Raum
- Kooperation, Wahrnehmung, Ensemblegefühl
- Gemeinsames Entwickeln von Bildern und Ritualen
- Stärkung nonverbaler Kommunikation
- Erweiterung der Körperwahrnehmung
- Mut zur Improvisation und zur Unsicherheit
- Reflexion eigener Stabilitätsmuster
- Auseinandersetzung mit Immanenz und Ekstase
- Nicht-Verortbarkeit als kreative Ressource
- Eigenes Bild der windschiefen Ebene entwickeln
Methoden & Material
Körperarbeit & Bewegungsimprovisation · Ikonografisches Arbeiten · Objekttheater & Raumdramaturgie · Szenische Miniaturen · Philosophisch-performative Gesprächsformen · Rituelle Rahmung & Installation
Grundmaterial
- Reggae-Tracks
- Goa-Trance-Tracks
- Lautsprecher / Anlage
- Freier Bewegungsraum
Ikonografisch
- Kreide oder Tape
- Seile, Schnüre
- Großformatiges Papier
- Marker
Dramaturgisch & Ritual
- Topf & Deckel
- Stühle, Tücher
- Bretter, Keile
- Stoffe, Lichter (optional)
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