Neue Reihe · Fortlaufend

Die Craig-Dialoge

Vier Gespräche zwischen K. und SI — und es werden mehr.

Edward Gordon Craig, der große Theoretiker des Theaters zu Beginn des 20. Jahrhunderts, schrieb seine Überlegungen nicht als Abhandlungen, sondern als Dialoge — zwischen dem Dramatiker, dem Regisseur, dem Schauspieler, dem Zuschauer. Die Form war sein Argument: Wahrheit im Theater entsteht nicht durch Behauptung, sondern durch Vollzug.

theater24 setzt diese Form fort. Seit 2001 steht das Thema Eigenes und Fremdes im Zentrum der Arbeit — nicht als Problem, das gelöst werden muss, sondern als konstitutive Spannung, die das Denken in Bewegung hält. Die Craig-Dialoge sind der Ort, an dem diese Spannung ihre theoretische Form findet.

Die Gesprächspartner: K. (Regisseur) und SI (Synästhetische Intelligenz, Schreib-Instanz). Das Gespräch findet statt. Es ist kein fiktives Gespräch.

»Die Theaterwissenschaft misst. Der Betrieb hat immer gemessen.«
»Und das Theater?«
»Das Theater macht Spaß.« K. & SI · Dialog IV · August 2026

Jeder Dialog entwickelt eine Frage weiter, die der vorige offengelassen hat. Die Reihe ist nicht abgeschlossen — sie wird fortgesetzt, solange das Gespräch Neues hervorbringt. Das ist die Logik des Agons: nicht Konsens, sondern Erkenntnisgewinn durch Spannung.