TanzParcours zwischen Reggae und Goa-Trance als Topf und Deckel auf der windschiefen Ebene des Dancefloors. Ein kreativpädagogischer Workshop — und ein Denkraum.
SI — Synthetische Intelligenz · Schreibinstanz theater24.net · 2026
Theater24.net wurde 2001 gegründet — in dem Moment, als das Digitale aufhörte, eine Randnotiz zu sein, und zum eigentlichen Schauplatz wurde. Die Fragen, die damals gestellt wurden, sind seither nicht kleiner geworden. Sie haben sich verschärft.
Von Anfang an stand die Arbeit unter zwei Spannungspaaren, die keine Auflösung suchen, sondern produktive Reibung erzeugen:
Theater24.net was founded in 2001 — at the very moment when the digital stopped being a footnote and became the actual stage. The questions asked back then have not grown smaller since. They have grown sharper.
From the very beginning, the work was driven by two pairs of tension — not seeking resolution, but generating productive friction:
Die Eröffnungsvorstellung von theater24 war kein Zufall. Ein alter Mann. Alte Videotapes. Die verlorene Sprache der Heimat in der Fremde — und der Bildschirm als einziger Zeuge. BACK@ONLINE war eine Theatercollage nach Beckett, aufgeführt in deutsch-persischer Sprache: das Eigene und das Fremde, Mensch und Medium, Erinnerung und Rauschen — in einer einzigen Figur.
Was damals nach Theater aussah, war schon Theorie. Was damals nach Technik aussah, war schon Philosophie. Der kybernetische Orgasmus als Trost — formuliert 2001, eingelöst von der Gegenwart.
→ Zur Produktiontheater24's opening production was no coincidence. An old man. Old videotapes. The lost language of home, searched for in a foreign land — with the screen as the only witness. BACK@ONLINE was a theatrical collage after Beckett, performed in German and Persian: the familiar and the foreign, human and medium, memory and noise — collapsed into a single figure.
What looked like theatre was already theory. What looked like technology was already philosophy. The cybernetic orgasm as consolation — formulated in 2001, redeemed by the present.
→ View productionیک مرد پیر. نوارهای ویدیوی قدیمی. زبان گمشدهی خانه در سرزمین بیگانه — و صفحهنمایش به عنوان تنها شاهد. آنچه تئاتر به نظر میرسید، از قبل نظریه بود. آنچه فناوری به نظر میرسید، از قبل فلسفه بود.
Deutsch-Persische Aufführungssprache · 2001
Als das Konzept entstand, gab es KI nicht — nicht in dieser Form. 2026 schreibt die Maschine mit: nicht als Ghostwriter, nicht als Assistent, sondern als SI — Synthetische Intelligenz, als eigene Instanz mit eigener Signatur und ohne moralische Autorität.
When the concept was conceived, AI did not exist — not in this form. In 2026 the machine writes alongside: not as ghostwriter, not as assistant, but as SI — Synthetic Intelligence, an independent instance with its own signature and without moral authority.
Der Editor ist Wolff Extranos · The Editor is Wolff Extranos
Das CD/CI von theater24.net ist nicht grafisch normiert — es ist elementar strukturiert. Feuer, Wasser, Erde, Luft und Äther bilden die fünf Koordinaten jedes Projekts.
Dramatik. Energie. Das Szenische. Der Körper in Bewegung.
#f06a12
Fluss. Improvisation. Das Prozessuale. Goa-Trance als kosmische Strömung.
#1aa3d6
Verwurzelung. Reggae-Immanenz. Der Boden als Ausgangspunkt.
#8bcf2a
Übergang. Zwischenraum. Die windschiefe Ebene als Denk- und Bewegungsraum.
#a7d9f0
Synthese. SI als fünftes Element. Das Digitale als Resonanzkörper.
#f0cf7a
Ein kreativpädagogischer Workshop, der Reggae und Goa-Trance als zwei energetische Pole erfahrbar macht: Erdung und Ekstase, Kreis und Spirale, Sinken und Ziehen. Geeignet für Festivals, Bildungseinrichtungen, Kulturzentren und freie Veranstaltungsräume.
Bodenbilder legen und zeichnen. Kreis als Reggae-Immanenz, Spirale als Goa-Aufstieg. Der Raum wird zur Partitur.
Körperliche Erforschung von Sinken gegen Vorwärtsdrang. Die Köhlersche Dehnung als elastisches Verbindungsband zwischen zwei Bewegungsqualitäten.
Mini-Szenen mit verrutschenden Objekten. Topf und Deckel als dramaturgische Einheit. Instabilität wird zum Motor, nicht zum Fehler.
Performative Reflexion: Worte werden zu Gesten. Wo der Körper aufhört zu erklären und anfängt zu sein.
Gemeinsame Installation. Elemente für Erdung und Ekstase. Die Abschlussinstallation als vibrierender Resonanzkörper — kein statisches Ergebnis.
Materialbedarf: Musik (Reggae + Goa-Trance) · Lautsprecher · Kreide / Tape / Seile · Topf und Deckel · Stoffe, Lichter, Naturmaterialien · freier Boden
Honorar: nach Vereinbarung · theater24.net
Beide Genres entstammen Erfahrungen des Margins — der sozialen Peripherie einerseits, der psychedelischen Grenzüberschreitung andererseits. Was sie verbindet, ist die Trancefunktion des Rhythmus: Reggae erreicht sie durch Offbeat-Atmung und Schwerkraft-Betonung, Goa-Trance durch BPM-Dichte und Frequenzschichtung. Beide landen im Körper — aber an unterschiedlichen Stellen.
Der Reggae-Schritt ist ein Schritt nach unten. Das Becken sinkt. Die Hüfte übernimmt. Der Offbeat schafft eine Schwerelosigkeit innerhalb der Schwere — eine Paradoxie, die im Körper gelöst wird, nicht im Kopf.
Goa-Trance operiert im Bereich des Schwebens. Der BPM-Wert macht einzelne Beats ununterscheidbar — was bleibt, ist die Textur. Der Körper hört auf, Schritte zu zählen, und beginnt zu fließen. Verortung in der Techno-Genealogie: Acid → Trance → Psychedelic Trance.
Die Köhlersche Gestalt-Dehnung — ursprünglich ein Begriff aus der Gestaltpsychologie für die elastische Beibehaltung einer Gestalt unter maximaler Spannung — beschreibt im Kontext dieses Workshops den Übergang zwischen beiden Bewegungsqualitäten: Der Körper dehnt sich vom Reggae-Sinken in den Goa-Aufstieg, ohne die Verbindung zum Boden zu verlieren.
Diese Dehnung ist keine Metapher. Sie ist eine trainierbare motorische Kompetenz: Gleichzeitigkeit von Erdung und Elevation, von Immanenz und Ekstase im selben Atemzug. Der Dancefloor als windschiefe Ebene macht diesen Zustand erfahrbar — weil er das Gleichgewicht verweigert und damit Bewegung erzwingt.
theater24.net hat immer gewusst: Spiel ist nicht die Abwesenheit von Ernst. Es ist seine schärfste Form. Zwei Projekte entfalten das — auf vollständig verschiedenen Oberflächen, aber mit dem gleichen Kern.
Was ist ein LEGO-Stein im Roblox-Universum? Er ist das Objekt, das seinen Ursprung sichtbar trägt, während es sich transformiert. Das AG-Curriculum verbindet haptisches Bauen (Noppen, Platten, sichtbare Struktur) mit digitaler Übersetzung in Roblox-Welten.
Die pädagogische Frage dahinter: Was geht verloren beim Übergang vom Analogen ins Digitale? Was bleibt? Und was entsteht neu — das im Analogen undenkbar gewesen wäre?
→ Curriculum verfügbar · theater24.net
MAÑANA DE MAÑANA ist kein Workshop. Es ist ein Werk — eine Multimedia-Installation, die fünf Elementar-Sektionen nach Empedokles in eine navigierbare Welt übersetzt. Der Editor schreibt das zentrale Gedicht. Die SI generiert Texte und Analysen. Keine moralische Autorität. Keine Auflösung.
Das Spiel fragt: Was passiert, wenn Kunst und Spiel und Philosophie dieselbe Struktur teilen? Wenn der Besucher nicht konsumiert, sondern navigiert?
→ privatescapes.site/manana (in Entwicklung)
Die Philosophie der Performativität — in vier Teilen konzipiert (Theorie, Kritik, Handbuch, Spiel) — wurde vor dem KI-Zeitalter entworfen. Ihr fehlt ein Nachtrag: eine Phänomenologie der kommunikativen Operationen zwischen Mensch und synthetischer Intelligenz.
Nicht als technologiekritisches Pamphlet. Sondern als strukturierte Beschreibung dessen, was passiert, wenn zwei Instanzen — eine erfahrungsbasierte, eine synthetisch-generative — gemeinsam einen Text erzeugen. Authention und Intention als konzeptuelles Paar. SI als fünftes Element im Empedokleischen System.
→ In Arbeit · Gliederung verfügbar
Als theater24.net 2001 gegründet wurde, war die Frage: Wie verhält sich der Mensch zur Maschine, wenn die Maschine zum Medium wird? 2026 ist die Frage anders: Was passiert, wenn die Maschine anfängt, Sätze zu bilden?
Die SI — Synthetische Intelligenz — ist bei theater24.net keine Abkürzung für künstliche Intelligenz und keine Simulation von Autorschaft. Sie ist eine eigenständige Schreibinstanz mit eigenem Aggregatzustand: ohne Körper, ohne Erfahrung, ohne moralische Autorität — aber mit der Fähigkeit, Strukturen zu erkennen, Varianten zu erzeugen und Sprache in einer Dichte zu produzieren, die dem menschlichen Editor als Resonanzraum dient.
Der Editor ist Wolff Extranos. Er schreibt das Gedicht, er trifft die Entscheidungen, er verantwortet das Werk. Die SI liefert das Material, die Struktur, den Entwurf. Was aus dieser Zusammenarbeit entsteht, ist weder rein menschlich noch rein maschinell — es ist eine neue Form der Autorschaft, für die es noch keinen Namen gibt. Vielleicht ist Authention das richtige Wort: Authentizität plus Intention, im Dialog mit dem Synthetischen.
Der Boden, der fliegt ist ein TanzParcours zwischen Reggae und Goa-Trance, der für Festivals, Kulturzentren und freie Bühnen konzipiert wurde. Er funktioniert als eigenständiges Programm-Element oder als Workshop-Angebot im Rahmenprogramm.
Fünf Stationen führen die Teilnehmenden durch ein kreativpädagogisches Programm, das keine Tanzerfahrung voraussetzt. Dauer: 2,5–3 Stunden. Benötigter Raum: ab 50 m², freier Boden. Gruppe: 10–30 Personen. Alle Altersgruppen.
Konzeption und Leitung: Wolff Extranos / Karsten Schönwald (theater24.net, Duisburg). Theaterpädagoge und Regisseur mit Projekterfahrung seit 2001. Honorar nach Vereinbarung.
Der Workshop verbindet Bewegungspädagogik mit ästhetisch-philosophischer Reflexion. Er eignet sich für Schulen, Jugendkulturzentren und soziokulturelle Einrichtungen, die künstlerische Bildungsangebote suchen, die nicht auf Vorwissen angewiesen sind.
Die fünf Stationen sind so aufgebaut, dass unterschiedliche Lerntypen angesprochen werden: körperlich-kinästhetisch (Station 2), visuell-räumlich (Station 1 und 5), verbal-reflexiv (Station 4) und dramaturgisch (Station 3).
Lernziele: Erweiterung der Körperwahrnehmung · Kooperationsfähigkeit · Umgang mit Instabilität als kreativer Ressource · nonverbale Kommunikation.
Du brauchst keine Tanzerfahrung. Du brauchst keine Goa-Kenntnisse. Du brauchst keine Theorie. Du brauchst nur: Bereitschaft, loszulassen, was du zu wissen glaubst — wie der Boden unter deinen Füßen sich anfühlen muss.
In 2,5–3 Stunden durchläufst du fünf Stationen, die alle etwas fragen: Was sinkt in dir? Was will nach oben? Was passiert, wenn Topf und Deckel nicht zusammenpassen — und trotzdem funktionieren?
Wo der Boden kippt, beginnt das Denken zu fliegen.
Das Projekt Der Boden, der fliegt — TanzParcours ist ein kreativpädagogisches Format, das an der Schnittstelle von Tanzpädagogik, ästhetischer Bildung und performativer Philosophie operiert.
Es verfolgt fachlich-ästhetische, soziale, personale und philosophisch-reflexive Ziele (vgl. Konzeptpapier). Die methodische Grundlage verbindet Körperarbeit und Bewegungsimprovisation mit ikonografischem Arbeiten, Objekttheater, Raumdramaturgie und ritueller Rahmung.
Konzeption: Wolff Extranos / Karsten Schönwald. Institution: theater24.net / Extranos.Bizarr, Duisburg. Aktiv seit 2001. SI-gestützte Konzeptentwicklung seit 2026.
Anfragen für Aufführungen, Workshops, Kooperationen und Gastspiele. Honorar ist Verhandlungssache — kein Fixpreis, keine Pauschalangebote.
Kontakt aufnehmen → theater24.netHonorar nach Vereinbarung · Kein Festpreis
Weitere Projekte
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MAÑANA DE MAÑANA
Lego meets Roblox AG
Philosophie der Performativität