Rezensionen zu

William Shakespeare

WAS IHR WOLLT

 

Dirk. W. Dürhager

koeln-stadt.de, 29.10.10

"Die von Karsten Schönwald im ZAK inszenierte Aufführung von Shakespears "WAS IHR WOLLT" überzeugt durch seine, in die traumhaften Welten einer Zirkusmanege versetzte, ohne Quasi ein Bühnenbild verwendend, vor Spielfreude sprühenden Schauspieler und deren rundum sehr guter Leistung. Es macht einfach Spass dem tragisch-komischen Verwechslungsspiel zu folgen (...) eine absolute Empfehlung."

 

 

Anada Grande

akt18, Theaterzeitung Köln, Dez.´10

 "Die Atmosphäre des Zirkus- und Artistikzentrums Köln (ZAK) ist durch und durch urban und wirkt beinahe surreal. Eine geniale Spielstätte also, die sich das Ensemble-Duo Strahler 11 und theater24 für Shakespeares Verwechslungskomödie „Was ihr wollt" ausgesucht hat. Schließlich spielt sich die komische Dreiecks-Beziehung zwischen Viola (getarnt als Cesare), Orsino und Olivia in Illyrien ab, einer seltsamen Welt, in der ein heilloser Wirrwarr zwischen Schein und Sein herrscht. Regisseur Karsten Schönwald bringt all das wüst, heiter und erotisch in die Manege des ZAK, indem er - ganz im Stile des „Nouveau Cirque" - Theater, Varieté und Akrobatik verbindet. Das Ergebnis ist eine urkomische Inszenierung, die aber auch immer etwas Nachdenkliches hat. So legen die dauerbesoffenen Männer Sir Andrew (Michael Schulze) und Sir Toby (Stefan Bolten) eine exzellente Screwball-Comedy hin, sind aber wie Weißclowns verkleidet, was ihnen klägliche Züge gibt. Der besondere Clou ist Susanne Königsmann als trauerschwarze Olivia: die meiste Zeit sitzt sie auf einem Trapez und pendelt stoisch hin- und her. Das ist herrlich burlesk, wenn ihr Bediensteter Malvolio (Ingo Schröer) unter ihr herhüpft, um ihr ein Taschentuch zu reichen. Es kann aber auch beschwörerisch oder sogar erotisch sein, wenn sie vorsichtig zu Viola (Tessa Biermann) schwingt und sich wieder von ihr entfernt. Welche Stimmung auch immer, sie wirkt auf den Zuschauer wie eine Hypnose: Strahler 11 und theater24 versetzen den Zuschauer in ihrem zauberhaften Zirkuszelt in eine berauschende Trance, die die sonderbaren Zustände in „Was ihr wollt" ausgezeichnet widerspiegelt. Dabei sind die Darsteller keine reinen Artisten - sie sprechen Shakespeares Zeilen (in der Übersetzung von Thomas Brasch) so natürlich, als redeten sie immer so. Eine traumhafte Inszenierung, aus der man auch nach fast zweieinhalb Stunden nicht mehr aufwachen will."

 

 

Inhalt

 

Konzeptioneller Inszenierungsansatz